gedanken...

 

immer wieder da

immer wieder neu

immer wieder anders

immer wieder liegt der ursprung

im leben, im sein, im fühlen

immer wieder ist das gestern

im jetzt und doch

immer wieder auch im Morgen



gewinngemeinschaft

wer sein kann

der er ist

wer werden kann

der er sein möchte 

wer zurücklassen kann

wer und was

er nicht sein möchte

hat viel gewonnen

nicht nur für sich

sondern für uns alle

... ... ... 

 


herzenswärme

Wir sollten immer wieder versuchen, uns in das Denken, Fühlen und Handeln des anderen hinein zu versetzen, dann wäre es weniger kühl um uns herum.

Sich in jemanden hinein zu versetzen, bedeutet nicht, dass man alles gut heißen muss, dass man alles genauso tun oder nicht tun würde, aber es lässt uns weniger schlecht urteilen; es lässt uns weniger schlecht sprechen und lässt uns durchaus mehr begreifen, was uns allen ein höheres Maß an Verständnis,  Akzeptanz und Respekt verschaffen kann und die Freiheit, sich so entwickeln und so leben zu können, wie jeder einzelne es braucht, um Zufriedenheit und Wärme fühlen zu können.

Das stärkt den Zusammenhalt, das "für-einander-da-sein"!

 

 

 


wertschätzung

Oft nimmt man die im alltäglichen Geschehen und die im Leben eines oder vielen Tuns erbrachten Gegebenheiten einfach so dahin, ohne sich des Wertes eben genau dieser Gegebenheit bewusst zu sein.

So haben wir das routinierte 'guten Morgen' auf dem Weg zur Arbeit, das 'Hallo' eines Menschen und wir bekommen dadurch jedes Mal auf's Neue ein Lächeln im Gesicht, vielleicht ohne es wirklich zu spüren. 

Wir bekommen eine Umarmung... Tag für Tag und denken kaum eine Silbe darüber nach, weil sie einfach nur die längst schon gewohnte Begrüßung verkörpert.

Wir trinken unseren Kaffee und besprechen so Vieles nebenher; gelegentlich ärgern wir uns über den Menschen, der uns zum 'Hallo' in die Arme schließt, mit dem wir sonst auch fröhlich gestimmt im Flure stehen, um ein paar mal mehr und mal weniger wichtige Worte auszutauschen.

Es ist für uns zur Normalität, zur Gewohnheit geworden und damit ist so Vieles selbstverständlich... Wir geben diesen Dingen keinen bewussten Wert mehr. 

Man verlernt das Schätzen und das Halten der besonderen Kleinigkeiten, die doch nicht dadurch weniger besonders sind, nur weil wir sie jeden Tag erhalten. 

 

Irgendwann werden wir eine Nacht haben und mit diesen Gewohnheiten, ohne einen Gedanken daran, schlafen gehen, um am nächsten Morgen in der Frühe den Tag zu beginnen.

Der Wecker klingelt, die Musik läuft an, der Schalter der Kaffeemaschine leuchtet, das warme Wasser, das uns an die Sehnsucht nach dem Bett erinnert, läuft und läuft... Nach dem Handtuch wird, wie jeden Morgen um diese Zeit, in Eile gegriffen.

Wir kleiden uns mit der üblichen Frage an, was denn heute schon wieder das Richtige wäre, aber für neue Experimente bleibt keine Minute mehr; rasch wird noch ein Blick auf die Überschriften der Tageszeitung geworfen...

In aller Hast und doch irgendwie später als sonst, wird der Morgen nun in Fahrt gebracht.

Mit der Erkenntnis über die späte Zeit und während des Pläneschmiedens für die Improvisation des Gelingens übersehen wir einiges...

 

Wo ist im Flur das sonst so polternde 'guten Morgen' geblieben?...wo nur...neeeee...der Kaffee ist ja da, aber wo ist überhaupt...?!!!

Kalt, ganz kalt...die eigene Schulter bleibt von der routinierten Begrüßung, dieser sonst so gewöhnlichen Umarmung vollkommen unberührt...

ES GIBT SIE NICHT MEHR... all das gibt es nicht mehr.

Ein einziger Mensch hat das jeden Tag für uns zur schönsten Gewohnheit werden lassen und nun, durch das Fernbleiben dieses Menschen, wird das Leben auf seine ganz bestimmte, wenn auch in sonst ganz einfach hingenommenen Kleinigkeiten umgekrempelt, verändert... über Nacht.

Selbst wenn das Alltagsgeschehen auch dieses bald wieder verblassen lassen wird, es durch andere Ereignisse "übergelebt" wird, wie ein schmierender, schwarzer Edding... etwas wird immer fehlen und nun habe ich überhaupt keine Lust mehr, den weiterführenden Text der Überschriften einer unbedeutenden Tageszeitung zu lesen...

Die kommt sowieso jeden Morgen wieder...

Der eine besondere Mensch nicht, nie mehr.

 

Ich würde auf meinen Kaffee verzichten, wenn da bloß noch diese eine Umarmung wäre...jeden Morgen.

 

Wir sollten öfter mehrere Silben darüber nachdenken, welch ein Wert die so leicht übersehbaren Bereicherungen für uns bedeuten.

Mit dieser Bescheidenheit wüssten wir, was wir verlieren könnten und nicht erst dann, wenn wir es bereits verloren haben...

 

Meinen eigenen Bereicherungen werde ich von nun an meinen schönsten Dank aussprechen... mit einem ganz bewussten Lächeln! 

 

Und du?!